43 Tage mit dem Auto durch Südafrika

Der Auslöser dieser Reise war ein günstiges Flugangebot von Emirates nach Johannesburg.

Nach zähen Verhandlungen mit unseren Frauen (eine noch berufstätig, die andere wollte nicht schon wieder so lange fliegen und sollte auch noch auf die Enkelkinder aufpassen) bekamen wir die Genehmigung für eine Herrentour (ein Altersteilzeitler und ein Rentner) in der Länge von 43 Tagen.

 

Vorbereitungen: 

Nach der Buchung der Flüge und des Mietautos ging es dann in die Planungsphase. Es folgte die Buchung unserer ersten Unterkunft in Johannesburg, der Rest sollte jeweils vor Ort gesucht  werden. 

Nach mehreren Gesprächen konnte dann die ungefähre Reiseroute in die gekaufte Landkarte eingezeichnet werden. 3 Reiseführer und das Internet dienten als Grundlage der Reiseroute und der zu besuchenden Sehenswürdigkeiten.

 

Auto: 

Gebucht haben wir unser Auto über das Internet bei Auto Europa. Autovermieter am Flughafen in Johannesburg war First Car. Für 41 Tage Mietdauer haben wir inkl. aller Versicherungen 818 Euro (pro Tag 20 Euro) bezahlt. Gebucht hatten wir einen Nissan Tida - bekommen haben wir einen etwas größeren Chevrolet Cruze.

Die grobe Berechnung der Fahrtstrecke ergab ca. 4000 bis 5000 km. Nach Abschluss unserer Reise mussten wir feststellen, das wir insgesamt 10100 km gefahren sind. Also nur eine "sehr kleine" Abweichung. Wir haben 817 Liter Superbenzin verbraucht - 8,1 l pro 100 km. Die Benzinkosten betrugen 855 Euro.

Unterkünfte:

Nur die ersten beiden Tage in Johannesburg haben wir von Deutschland über das Internet gebucht.

Die anderen Unterkünfte haben wir uns jeweils am Vorabend im Internet gesucht. Haben sie uns dann vor Ort angesehen und dann dort direkt nachgefragt. In 2 Unterkünfte sind wir nach Besichtigung nicht eingezogen sondern sind zur nächsten Unterkunft weitergefahren. Wir haben immer nach günstigen B&B Unterkünften gesucht die eine einigermaßen gute Bewertung im Internet hatten, um die Kosten niedrig zu halten. Die Preise lagen von 400 Rand für ein Doppelzimmer ohne Frühstück in einem Ferienpark und bis zu 1500 Rand (purer Luxus in Durban). In unserer Reisebeschreibungen sind nur die Unterkünfte erwähnt, die nicht nur ein gutes Preis/Leistungsverhältnis in der jeweiligen Gegend hatten sondern auch noch durch z.B. eine sehr gutes Frühstück, ein besonders nettes Zimmer, kostenloser Transfer oder durch sehr nette Gastfamilien bzw. Hotelbesitzer aufgefallen sind.

 

Kommunikation:

Am Airport in Johannesburg haben wir uns ein Starterpaket(Simkarte) von Vodafone Südafrika mit Prepaid Telefoneinheiten und Dateneinheiten besorgt. (Reisepass muss vorgelegt werden). Die Simkarte habe wir in eines der beiden Handy getan. Dies ermöglichte uns dann in Südafrika billig zu telefonieren und als Router für das andere Handy und die beiden Tabletts Internet zur Verfügung zu stellen, wenn keine andere Möglichkeit zur Verfügung stand. Häufig mit einer besseren Datenrate als die Internetangebote in den Unterkünften. 

 

Navigation:

Neben der groben Landkarte haben wir hauptsächlich eins der Tabletts zur Navigation eingesetzt.

App mit Kartenmaterial: 

GPS Nav&Maps zum Preis von 1 Euro und dann das weltweite Kartenmaterial für 8 Euro.

Das jeweilige Reiseland kann man zu Hause auf das Handy/Tablett laden und hat dieses dann offline zur Verfügung und braucht dann kein Internet mehr. Das Kartenmaterial wird kostenlos auf dem neusten Stand gehalten.

Achtung: Wenn das Tablett nicht den ganzen Tag durchhält ist ein Stromadapter für das Auto notwendig.

 

Reiseroute: 

Von unserer geplanten Reiseroute sind wir an 2 Stellen abgewichen:

  1. Nach dem Besuch der Panoramaroute wollten wir durch Swaziland fahren, haben aber beide vergessen dies bei der Abholung des Autos anzugeben und deshalb keinen notwendigen Berechtigungsschein erhalten. Als Alternative haben wir dann den Krüger Nationalpark (als Tagesbesucher) mit in unsere Reiseroute aufgenommen. Unsere Unterkunft in Hazyview lag nur 9 km vom neuen Eingangsgate des Krüger NP entfernt.
  2. Von  Kapstadt wollten wir einen Tagesausflug in die Cederberge machen, dann nach Kapstadt zurückkehren um von dort auf dem direkten Weg nach Johannesburg zu fahren. Dies haben wir nicht gemacht. Wir sind durch die Cederberge weiter nach Norden bis an die namibische Grenze und dann zu den Augrabies Falls und von dort über Vryburg nach Johannesburg gefahren.

 

Fotos:

Die Fotos wurden mit einer Panasonic DMC-FZ200 und einer Nikon Coolpix P7100 gemacht.